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Managementpläne sollen Hochwasserrisiko für Gersprenz- und Mümlinggebiet aufzeigen

17.06.2010 - Pressemitteilung

Für die Abflussgebiete der Gersprenz und der Mümling erstellt das Regierungspräsidium Darmstadt derzeit sogenannte Hochwasserrisikomanagementpläne. Zur Vorbereitung dieser Pläne hat das RP-Dezernat „Oberflächengewässer“ jetzt entsprechende Aufträge in Höhe von knapp 400.000 Euro an Ingenieurbüros vergeben.

Unter dem Eindruck verheerender Hochwasserereignisse hat die Europäische Union am 23. Oktober 2007 die Richtlinie über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken erlassen. Auf deren Grundlage, die im Wasserhaushaltsgesetz vom 1. Juli 2009 in deutsches Recht umgesetzt worden ist, sind für alle Gewässer mit einem signifikanten Hochwasserrisiko entsprechende Managementpläne aufzustellen. Für die Gersprenz und die Mümling treffen aufgrund früherer Hochwasserereignisse und aufgrund des Schadenspotenzials diese Kriterien zu. Ziel der Richtlinie ist die Verringerung des Risikos hochwasserbedingter nachteiliger Folgen, insbesondere für die menschliche Gesundheit und für das menschliche Leben, aber auch für Sachgüter.

Die Pläne sollen alle Aspekte des Hochwassermanagements umfassen. Der Schwerpunkt liegt auf Vermeidung, Schutz und Vorsorge einschließlich Hochwasservorhersage und Frühwarnung. Die Pläne umfassen aber auch die Flächenvorsorge, d.h., eine angepasste Nutzung in Überschwemmungsgebieten und in der Regionalplanung, den natürlichen Wasserrückhalt, den technischen Hochwasserschutz, die Bauvorsorge, die Risikovorsorge durch Versicherungen, die Verhaltensvorsorge und den Katastrophenschutz. Die Richtlinie sieht zudem auch eine umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit vor.

„Die Hochwasserrisikomanagementpläne werden ein wichtiges Instrument sein, um ein Bewusstsein für bestehende Gefahren zu schaffen und insbesondere Verbesserungen der Eigenvorsorge der Kommunen, der Wasserverbände sowie der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu erreichen“, erläutert Regierungspräsident Johannes Baron abschließend.


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecher: Gerhard Müller
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