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RP: Weiterer Sand- und Kiesabbau am Raunheimer Waldsee genehmigt

12.07.2010 - Pressemitteilung
Waldsee zieht weiter, Badeufer wird verlegt
 

Am Raunheimer Waldsee kann der seit Mitte des letzten Jahrhunderts bestehende Sand- und Kiesabbau fortgesetzt werden. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat jetzt die Abbaugenehmigung erteilt, die auch die Erweiterung des Raunheimer Waldsees im Südwesten vorsieht. Für die Einwohner der umliegenden Städte und Gemeinden besonders relevant ist die geplante Verlegung des beliebten Badeufers vom Ost- ans Westufer. Dadurch wird es im Vergleich zur bisherigen Situation mehr Morgensonne geben, aber auch der Weg zwischen Waldseeparkplatz und Badeufer wird deutlich kürzer, teilte das Regierungspräsidium Darmstadt mit.

In jedem Fall muss niemand befürchten, in der derzeitigen Hitzewelle auf das kühlende Bad des Raunheimer Sees verzichten zu müssen. Die Badeuferverlegung erfolgt erst nach Schaffung der bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen in den nächsten Jahren und erst nachdem der neue Badebereich errichtet ist. Das Regierungspräsidium wies ferner darauf hin, dass 23 der 29 südhessischen Badegewässer durch Rohstoffabbau entstanden seien. Die Rohstoffgewinnung leiste nicht nur einen Beitrag zur regionalen Wirtschaft, sondern verschaffe auch neue Räume für Erholungssuchende und die Natur. Letzteres zeige die große Anzahl von Naturschutzgebieten in ehemaligen Abbaugebieten.

Insgesamt umfasst das Abbauvorhaben die Rodung von 6,9 ha Wald und die Vergrößerung der Seefläche um 8,3 ha im Südosten. Ziel ist der Abbau von hochwertigen Sanden und Kiesen. Gleichzeitig wird im Nordwesten 9,9 ha Seefläche verfüllt und aufgeforstet. Insgesamt sollen durch die Erweiterung der Betrieb und die mit ihm verbundenen Arbeitsplätze für weitere 15 Jahre gesichert werden.

Die genehmigten Maßnahmen waren Gegenstand eines Planfeststellungsverfahrens des Regierungspräsidiums Darmstadt, in dessen Verlauf die Planunterlagen einen Monat im Raunheimer Rathaus ausgelegen hatten. Der genehmigte Plan wird demnächst bei der Stadtverwaltung Raunheim zu jedermanns Einsicht ausgelegt.


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecher: Gerhard Müller
Telefon: 06151-125412E-Mail: pressestelle@rpda.hessen.de



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