20.01.2010 - Pressemitteilung
Über 6 Millionen Euro aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln konnten vom Regierungspräsidium Darmstadt für Aufforstungs- Kalkungs- und weitere forstliche Maßnahmen im Jahr 2009 an die kommunalen und privaten Waldbesitzer in Hessen ausgezahlt werden. Regierungspräsident Johannes Baron zeigte sich sehr erfreut darüber, dass es gelungen sei, alle förderfähigen Anträge auf Pflanzung und Kalkung im Jahr 2009 zu bewilligen und die Gelder auszuzahlen. Dies sei vor allem durch die kooperative Zusammenarbeit mit den hessischen Forstämtern als Einreichungsstellen, der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen als Auszahlungsstelle und dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als Richtliniengeber möglich gewesen.
Wie das Regierungspräsidium als landesweite Bewillligungsstelle für die forstliche Förderung weiter mitteilt, lag der Förderschwerpunkt bei der Wiederaufforstung von ca. 700 Hektar der in den letzten drei Jahren durch die Stürme Kyrill und Emma entstandenen Windwurf- und sonstiger Kalamitätsflächen. Hierfür wurden rund 2,15 Millionen Euro gemeinsam von der EU, dem Bund und dem Land Hessen finanziert und zusätzlich 800.000 Euro reine Landesmittel aus dem Sonderförderprogramm Kyrill zur Verfügung gestellt.
Die Richtlinien für die forstliche Förderung unterstützen die naturnahe Wiederaufforstung mit Laub- und Mischwald nach forstfachlichen Kriterien bzw. lokalen Anbaukonzepten. Darüber hinaus wurden auf 7900 Hektar Kompensations-Kalkungsmaßnahmen mit einer Summe von über einer Millionen Euro gefördert. Diese Kalkungen dienen der Stabilisierung des Nährstoffhaushaltes der Waldböden und somit der Erhaltung der Vitalität der Waldbestände. Für die Erstaufforstung landwirtschaftlicher Flächen und den Prämien für die damit verbundenen Ertragsausfälle wurden im vergangenen Jahr 300.000 Euro und für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse 17.000 Euro ausgezahlt.
Schließlich hat das Regierungspräsidium Darmstadt auch eine Zusage des Landes Hessen aus dem Jahr 2008 an die vom Sturmwurf Kyrill betroffenen Kommunen umgesetzt und für die Aufarbeitung des Sturmwurfholzes zusätzlich zu den ca. 5 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Solidaritätsfonds noch zwei Millionen Euro aus Landesmitteln zur Verfügung gestellt.
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