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Arzneimittelfälschungen durch Internethandel auf dem Vormarsch

30.06.2010 - Pressemitteilung
Pharma-Industrie und Überwachungsbehörden in Hessen im Dialog Staatssekretärin Petra Müller-Klepper: „Verbraucher sensibilisieren - höchstmöglichen Grad an Sicherheit garantieren
 

In Hessen arbeiten die pharmazeutische Industrie und die Überwachungsbehörden eng zusammen, um den Verbrauchern einen höchstmöglichen Grad an Arzneimittelsicherheit zu bieten. „Angesichts der zunehmenden Zahl von Arzneimittelfälschungen ist es erforderlich, neue Strategien zu entwickeln und die Aufklärung der Verbraucher zu verstärken. Zumeist handelt es sich um Produkte, die aus unsicheren Quellen im Internet bestellt worden sind. Das Gefährdungspotential hat durch den Internethandel erheblich zugenommen“, erklärte die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, Petra Müller-Klepper, in Darmstadt.

Dort fand zum sechsten Mal das Good Manufacturing Practice (GMP) Symposium, statt. Es will dazu beitragen, ein funktionierendes Netzwerk aller Beteiligten zu knüpfen mit dem Ziel der Qualitätssicherung. Die Fälschungen enthielten oft keinen oder einen anderen Wirkstoff und bergen daher große Gesundheitsrisiken. „Diese Medikamente sind gefährlich. Im besten Fall sind sie wirkungslos, im schlimmsten Falle tödlich“, warnte Petra Müller-Klepper.

In nur zwei Monaten habe der Zoll im vergangenen Jahr in der EU 34 Millionen gefälschte und über das Internet vertriebene Tabletten beschlagnahmt. Bei etwa acht Millionen davon handelte es sich um Fälschungen von Arzneimitteln gegen schwere Krankheiten. „Fälschungen betreffen nicht nur die Verbraucher, sie bedrohen gleichzeitig die gut strukturierten Sicherheits- und Kontrollmechanismen der Unternehmen“, so die Staatssekretärin.

Veranstaltungsort des 6. GMP-Symposium war das Regierungspräsidium Darmstadt als zuständige Überwachungsbehörde für die Arzneimittelüberwachung in Hessen. Hier wird überprüft, ob die Herstellung der Arzneimittel in hessischen Betrieben den europaweit festgelegten GMP-Leitfäden entspricht. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist in der entsprechenden Verordnung (Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung AMWHV) festgeschrieben. Themen des 6. GMP-Symposiums waren neben Arzneimittelfälschungen, und Arzneimittelrisiken die Novellierung des Arzneimittelgesetzes und die Inspektionen im Rahmen der Industrieüberwachung in Hessen und in Drittländern der EU.


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecher: Gerhard Müller
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